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Wie die meisten anderen Bands fingen auch die Schweizer von Appearance of Nothing als Coverband an – anfangs noch unter dem Namen „No Thanx“. Nach einigen Auswechslungen im Line-Up und der Demo „Behind Closed Doors“ versuchen sie sich nun mit acht Songs aus eigener Feder zu beweisen; das Ergebnis hört auf den Namen „Wasted Time“.

Zusammenfassend kann man ihren Stil wohl als keyboardlastigen Progressive Metal bezeichnen, ab und an werden aber auch ganz sanfte Töne angeschlagen oder ein Instrumental aus dem Hard Rock-Bereich zwischengeschoben. Etwas unglücklich gewählt ist meiner Meinung nach deren Länge: während die beiden drei- und fünfminütigen instrumentalen Stücke mich nicht durchweg begeistern können, enden die sehr gelungenen Balladen nach nicht einmal drei Minuten.

Der Rest des Albums kann aber in jedem Fall überzeugen, und zwar durch ausgefeilte Melodien, krachende und vor allem durchdachte Drums, kombiniert mit einer kraftvollen, melancholischen Stimme - vielleicht vergleichbar mit Evergrey.
Abwechslung und ein Hauch von Eingängigkeit stehen bei „Appearance of Nothing“ durchweg auf dem Spielplan. Die beiden Gitarren, das Keyboard und die Drums werden immer wieder unterschiedlich miteinander kombiniert und wecken das Interesse des Hörers bei jedem Song erneut.
Auch die Produktion kann man als ziemlich gelungen betrachten, lediglich das etwas aufdringliche Keyboard nimmt meiner Meinung nach stellenweise die Power aus den Songs.

Als Fazit lässt sich also getrost sagen, dass „Wasted Time“ keinesfalls „Zeitverschwendung“ ist. Natürlich sind Kleinigkeiten verbesserungswürdig, doch gerade diesen neuen, experimentellen Sound vermisst man doch oft bei den alten Hasen im Rock und Metal.